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Effects of Serum Autoantibodies on Astrocyte and Microglial Activation and Neuronal Function in ME/CFS

Dr. Marlen Alisch, Experimental and Clinical Research Center (ECRC) des Max Delbrück Center (MDC) und Charité – Universitätsmedizin Berlin, Deutschland

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Effects of Serum Autoantibodies on Astrocyte and Microglial Activation and Neuronal Function in ME/CFS

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Dr. Marlen Alisch präsentierte Ergebnisse aus Laboruntersuchungen zur Auswirkung von Autoantikörpern aus dem Blut von Post-COVID-ME/CFS-Patient*innen sowie des Patientenbluts selbst auf Zellen des zentralen Nervensystems – insbesondere auf Astrozyten, Mikroglia und Neuronen. Die Arbeit ihres Teams untersuchte gezielt die Rolle von Autoimmunmechanismen, insbesondere von Autoantikörpern gegen G-Protein-gekoppelte Rezeptoren (GPCRs), die an der autonomen Regulation beteiligt sind und auf ZNS-Zellen exprimiert werden. Tatsächlich deuten frühere Forschungsergebnisse darauf hin, dass Neuroinflammation, veränderte Zytokinprofile und die Aktivierung von Gliazellen zu ME/CFS-Symptomen wie Fatigue, „Brain Fog“ (Gehirnnebel), Schmerzen und kognitiven Beeinträchtigungen beitragen könnte. Zur Untersuchung dieser Mechanismen wurden Blutproben einer kleinen Gruppe von ME/CFS-Patient*innen 24 Stunden lang mit Neuronen, Astrozyten und Mikroglia inkubiert, die aus humanen induzierten pluripotenten Stammzellen (iPSCs) gewonnen wurden. Anschließend analysierte das Team die Bindung von Immunglobulin G (IgG), die Zellviabilität, Marker für neuronale Schäden, die Aktivierung von Astrozyten und Mikroglia sowie die Kalziumsignalisierung, um Veränderungen in der Zell-zu-Zell-Kommunikation zu bewerten. Es zeigte sich, dass das Blut einer Untergruppe von Patient*innen eine signifikant erhöhte IgG-Bindung an Neuronen aufwies, während alle Proben sämtlicher Patient*innen im Vergleich zu denen der gesunden Kontrollpersonen eine verstärkte IgG-Bindung an Astrozyten zeigten. Bei Mikroglia wurden keine signifikanten Unterschiede hinsichtlich der IgG-Bindung oder Aktivierung festgestellt. Bei den Neuronen löste das Blut jener Untergruppe, die eine erhöhte Antikörperbindung aufwies, auch einen Anstieg von Markern für neuronale Schäden aus. Auch Astrozyten, die bestimmten Blutproben ausgesetzt waren, zeigten erhöhte Aktivierungsmarker. Kalzium-Bildgebungsanalysen wiesen ebenfalls auf eine verstärkte Astrozytenaktivität hin, was auf eine veränderte Zell-zu-Zell-Kommunikation hindeutet. Die Laborergebnisse korrelierten mit den klinischen Symptomen der untersuchten Patient*innen. Ein stärkerer neuronaler Schaden ging so mit mehr Fatigue einher, während die IgG-Bindung an Astrozyten sowie die Kalziumsignalisierung mit verminderten Werten bei der körperlichen und kognitiven Leistungsfähigkeit korrelierten. Autoantikörper im Blut von ME/CFS-Patient*innen könnten somit zu neuronalen Schädigungen und einer Fehlfunktion der Astrozyten beitragen.