Mit Klick auf das Vorschaubild wird das Video von YouTube geladen. Dabei können personenbezogene Daten an YouTube übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.
Prof. Dr. Karl Johan Tronstad ist Professor für Biochemie und Molekularbiologie an der Fakultät für Biomedizin der Universität Bergen in Norwegen, wo er die Forschungsgruppe für Zellstoffwechsel leitet. Das Labor von ihm untersucht, wie Veränderungen des Zellstoffwechsels und der Mitochondrienfunktion die Energiehomöostase stören und Krankheiten verursachen. Es kombiniert dabei multimodale Ansätze, um den Energiestoffwechsel in experimentellen Modellen und klinischen Proben zu untersuchen. Dabei ist die Hypothese, dass Veränderungen der Zellphysiologie durch bestimmte Stoffwechselwege gesteuert werden und folglich pathologische Veränderungen durch Stoffwechselinterventionen verhindert oder moduliert werden können. Derzeit untersucht die Gruppe diese Aspekte in Bezug auf die Plastizität und Therapieresistenz von Krebszellen sowie bei ME/CFS. Zu letzterem konnte das Team zuletzt biochemische Veränderungen im Blut von ME/CFS-Patient*innen entdecken, die auf eine Stoffwechselbehinderung hindeuten, was die Hypothese stützt, dass der Krankheit ein gestörter zellulärer Energiestoffwechsel zugrundeliegt. Prof. Tronstad forscht seit etwa 10 Jahren an ME/CFS und Stoffwechsel und arbeitet eng mit der "ME/CFS research group" der Universitätsklinik Haukeland in Bergen zusammen.
In dem Video beantwortet er die folgenden Fragen:
Ihre Studien haben biochemische Veränderungen im Blut von ME/CFS-Patienten festgestellt. Um es grob zu sagen: Um welche Art von Veränderungen handelt es sich dabei?
Haben Sie ein Beispiel für bestimmte Veränderungen?
Was ist mit dem Kraftwerk der Zelle nicht in Ordnung und wie wirkt sich das auf den Körper aus?
Was sind die zukünftigen Ziele Ihrer Forschung, um die genauen Defekte im Energiestoffwechsel zu identifizieren und Ansatzpunkte für therapeutische Interventionen zu finden?