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Hyperbaric Oxygen Therapy (HBOT) in ME/CFS and PCS

Dr. Claudia Kedor, Charité – Universitätsmedizin Berlin, Deutschland

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Hyperbaric Oxygen Therapy (HBOT) in ME/CFS and PCS

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Dr. Claudia Kedor präsentierte die neuesten Ergebnisse einer klinischen Studie, in der die hyperbare Sauerstofftherapie (HBOT) als potenzielle Behandlungsmethode für ME/CFS untersucht wurde. HBOT wurde zuvor bereits in mehreren Studien zum Post-COVID-Syndrom unter Anwendung verschiedener Behandlungsprotokolle erforscht. Im Rahmen dieser Studie erhielten die Teilnehmenden drei- bis fünfmal wöchentlich eine HBOT-Behandlung; jede Sitzung dauerte 90 Minuten bei einem Druck von 2,0 Atmosphären absolut (ATA) unter Zufuhr von 100% Sauerstoff. Die beiden Behandlungsgruppen (40 vs. 20 Sitzungen) waren zu Studienbeginn hinsichtlich demografischer und klinischer Merkmale vergleichbar, abgesehen von einer etwas kürzeren durchschnittlichen Krankheitsdauer in der Gruppe mit 40 Sitzungen (27 Monate gegenüber 31 Monaten). Das klinische Ansprechen variierte erheblich, wobei nur ein Teil der Teilnehmenden eine deutliche Verbesserung zeigte. Unter den Patient*innen, die auf die Therapie ansprachen, verzeichneten 11 von 30 Personen in der Gruppe mit 40 Sitzungen nach dreimonatiger Behandlung eine signifikante Verbesserung der körperlichen Funktionsfähigkeit. Diese Verbesserung war jedoch bei der Nachuntersuchung nach elf Monaten nicht mehr feststellbar. Im Gegensatz dazu zeigten die ansprechenden Patient*innen der Gruppe mit 20 Sitzungen keine vergleichbare Verbesserung der körperlichen Funktion. Ansprechende Patient*innen aus beiden Gruppen erfuhren eine signifikante Verringerung der Fatigue, die vom Zeitpunkt zwei Monate nach der Behandlung bis zur Nachuntersuchung nach elf Monaten anhielt. Zudem wurde bei diesen nach drei Monaten eine Verbesserung der kognitiven Verarbeitungsgeschwindigkeit beobachtet. Zusätzliche Vorteile – darunter Schmerzreduktion und Verbesserung der Handgriffkraft sowie der Leistung beim „One Minute Sit-to-Stand“-Test – zeigten sich nur bei jenen denen, die 40 Behandlungssitzungen durchlaufen hatten. Von Bedeutung ist, dass die klinischen Verbesserungen mit einer Normalisierung der funktionellen Konnektivität des Gehirns (gemessen mittels Magnetresonanztomografie, MRT) einhergingen, was auf ein mögliches biologisches Korrelat des Therapieansprechens hindeutet. Insgesamt ergab die Studie, dass die HBOT bei Patient*innen mit ME/CFS durchführbar und gut verträglich ist, wenngleich nur eine Untergruppe klinisch relevante und anhaltende Vorteile erzielte. Die Ergebnisse legen nahe, dass ein Behandlungsschema mit 40 Sitzungen wirksamer sein könnte als eines mit 20 Sitzungen.