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Dr. Elisa Stein gab in ihrem Vortrag eine Übersicht zu Therapiestudien zur Immunadsorption bei ME/CFS. Sie betonte, dass bei einer Subgruppe von postinfektiösen ME/CFS-Patient*innen Autoimmunität Grundlage der Krankheitsentstehung sei und diese eine erhöhte Autoantikörperzahl aufwiesen. Diese G-Protein gekoppelten Rezeptor (GPCR)-Autoantikörper können mithilfe von Immunadsorption entfernt werden, was eine Symptomeverbesserung zur Folge habe. Weiter sprach Dr. Stein von einer Studie zur Immunadsorption aus dem Zeitraum 2022 bis 2023, welche bei zwei Dritteln der Studienteilnehmenden zu einer Verbesserung von Fatigue Score, Schmerzen, Post-exertioneller Malaise (PEM) und autonomer Dysfunktionen führte. Durch die genannte Studie konnte auch gezeigt werden, dass es ein bestimmtes Immunphänotypprofil gäbe, durch welches Responder und Non-Responder auf die Immunadsorption unterschieden werden können. Stein berichtete von einer weiteren kleinen Studie, mit einer klinischen Dauer von 8 Wochen, anstatt vier. Die erweiterte Studiendauer erklärte sie mit einem länger benötigten Anpassungszeitraum der Patient*innen infolge von Crashs. Auch diese Studie wies einen ähnlichen Symptomverlauf zur vorher genannten auf, mit einer Verbesserung der Symptome in den auf die Therapie folgenden drei bis sechs Monaten, gefolgt von einer Verschlechterung mit erneutem Anstieg der Autoantikörperzahl. Dr. Stein verwies in ihrem Vortrag auf die Wichtigkeit der Differenzierung einzelner Subgruppen mit verschiedenen Immunphänotypen, Immun- und Autoimmunprofilen. Diese Differenzierung soll die Grundlage für geplante Therapiestudien zu B- und Plasmazelldepletion bilden.