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B-/Plasmazell-Depletion bei ME/CFS

Dr. Judith Bellmann-Strobl, Charité – Universitätsmedizin Berlin, Deutschland

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B-/Plasmazell-Depletion bei ME/CFS

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Dr. Judith Bellmann-Strobl stellte den Therapieansatz der B-/Plasmazell-Depletion bei ME/CFS-Patient*innenen vor und verwies schon zu Beginn ihres Vortrags auf die Heterogenität der Krankheit hin. ME/CFS weise häufig einen postinfektiösen Krankheitsbeginn auf und betreffe vor allem Frauen. Bei 20-30% der Betroffenen könne ein Autoantikörper nachgewiesen werden, welcher gegen einen Rezeptor des G-Proteins (GPCR) gerichtet sei; zudem wurden veränderte B-Zell-Profile und ein abweichendes Zytokin-Muster festgestellt. Dr. Bellmann-Strobl berichtete weiter von einer Fallserie mit Inebilizumab, einem CD-19-gerichteten monoklonalen Antikörper, der als B-Zell-Depletionstherapie wirkt. Nur eine ganz bestimmte Subgruppe von Patient*innen mit einem positiven GPCR-Autoantikörper Befund und einer klinische Verbesserung nach Immunoadsorption wurden hierfür zugelassen. Diese zeigten eine klinische Verbesserung in ihrer Symptomatik. Weiter berichtete sie über zwei placebo-kontrollierte Pilotstudien, die in Vorbereitung seien: Eine mit Inebilizumab, mit dem Einschlusskriterium eines infektiösen Auslösers von ME/CFS, Ansprechen auf Immunadsorption und positivem Nachweis von Autoantikörpern. Die andere Pilotstudie sei mit dem Wirkstoff Isatuximab geplant (Anti-CD38 monoklonaler Antikörper), und habe als Voraussetzung unter anderem einen normalen IgG-Spiegel und eine normale Natural Killer-Zellzahl. Dr. Bellmann-Strobel schloss mit der Antwort auf eine Frage nach viraler Persistenz/Latenz unter B-Zell-Depletion ab und dass die Patient*innen während der klinischen Studien engmaschig überwacht würden, einschliesslich Safety-Visiten, Laborparametern und begleitender Biomarkeranalysen.

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