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CD19 B Cell Depletion in ME/CFS

Dr. Judith Bellmann-Strobl, Charité – Universitätsmedizin Berlin, Deutschland

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CD19 B Cell Depletion in ME/CFS

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Dr. Judith Bellmann-Strobl berichtete über CD19-B-Zell-Depletion als zielgerichteten Ansatz für eine autoimmune Subgruppe von ME/CFS. Zur Begründung fasste sie Hinweise zusammen, darunter den häufig postinfektiösen Erkrankungsbeginn, die weibliche Prädominanz sowie funktionelle Autoantikörper gegen G-Protein-gekoppelte Rezeptoren (GPCR-Autoantikörper) bei etwa 20–30 % der Patientinnen, die zu autonomer und vaskulärer Dysfunktion sowie Belastungsintoleranz und PEM beitragen könnten. Zudem nannte sie eine Immun-Dysregulation mit veränderten Zytokinprofilen und B-Zell-Auffälligkeiten, einschließlich aktivierter Memory-B-Zellen und „double-negative“ B-Zell-Populationen. Als translationalen Anker verwies sie auf Immunadsorptionsstudien, bei denen sich bei Subgruppen klinische Verbesserungen gezeigt hätten und zugleich zirkulierende Immunglobuline und GPCR-Autoantikörper reduziert würden; die Immunadsorption diene dabei als Proof-of-Concept für die Patientinnenselektion. Darauf aufbauend stellte sie eine Fallserie mit drei sehr selektierten Patient*innen mit postinfektiösem ME/CFS vor, die GPCR-Autoantikörper-positiv gewesen seien und nach initialer Besserung unter Immunadsorption später erneut eine Verschlechterung gezeigt hätten. Alle drei seien mit Inebilizumab (300 mg i.v.), einem CD19-depletierenden monoklonalen Antikörper, behandelt worden und hätten sich klinisch gebessert. Die Therapie sei gut vertragen worden, ohne infusionsbedingte Nebenwirkungen oder schwere Infektionen, und der Effekt habe mindestens sechs Monate angehalten. Zudem habe sie betont, dass Fatigue-Schwere nicht zwingend mit dem Funktionsstatus korreliere, was die Bedeutung geeigneter Endpunkte unterstreiche. Abschließend skizzierte sie die geplante Studie PIONEER als prospektive, randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Phase-2b-Studie mit Inebilizumab versus Placebo/Salzlösung (N=19 vs N=19) und einem protokollierten Mindestabstand von sechs Monaten zur vorausgegangenen Immunadsorption, um Carry-over-Effekte auszuschließen.

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