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Methylprednisolone in PCS

Dr. Lucas Adam, Charité – Universitätsmedizin Berlin, Deutschland

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Methylprednisolone in PCS

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Dr. Lucas Adam präsentierte Ergebnisse der PoCoVIT-Studie, in der Methylprednisolon als Behandlung für kognitive Beeinträchtigungen bei Patienten mit Post-COVID-Syndrom (PCS) untersucht wurde. Ziel der Forschenden war es festzustellen, ob Immunsuppression Gedächtnis und andere kognitive Symptome bei einer genau definierten Untergruppe von PCS-Patient*innen verbessern könnte. Die Analyse der vorliegenden Daten ergab, dass sich die Symptome sowohl in der Methylprednisolon- als auch in der Placebogruppe im Studienverlauf etwas besserten. Es zeigten sich jedoch weder beim primären Endpunkt noch bei den untersuchten sekundären Endpunkten statistisch signifikante Unterschiede zwischen den Gruppen; dies deutet darauf hin, dass Methylprednisolon unter den untersuchten Bedingungen keinen messbaren klinischen Nutzen erbrachte. Die Studie wurde vorzeitig beendet, nachdem im Behandlungsarm schwerwiegende Nebenwirkungen aufgetreten waren. Dazu gehörten thromboembolische Komplikationen, die ausschließlich bei Teilnehmenden beobachtet wurden, die Methylprednisolon erhielten. Infolgedessen wurde die Rekrutierung gestoppt, bevor die geplante Stichprobengröße erreicht war. Trotz der negativen Ergebnisse leistet die Studie aufgrund ihres methodisch fundierten Designs und der überzeugenden mechanistischen Begründung einen wichtigen Beitrag zum Forschungsfeld. Anstatt eine breit definierte Long COVID-Population zu untersuchen, konzentrierte sich die Studie gezielt auf Patient*innen mit kognitiven Beeinträchtigungen, die mit plausiblen entzündlichen Mechanismen in Zusammenhang stehen. Laufende Analysen biologischer Marker und vordefinierter Subgruppen könnten weiterhin wertvolle Erkenntnisse zu den Krankheitsmechanismen liefern und dabei helfen, Patient*innen zu identifizieren, die in künftigen Studien auf gezieltere Therapien ansprechen könnten.